Die Seite für alle, die gern Auto fahren

AUTOTESTS online header image 2

Skoda Superb Combi: Der Vielfahrer-Kombi

19.10.2009 | 10:17 | Ein Beitrag von Eric Schmeer | Keine Kommentare

Kostet als Einstiegsversion 1.4 TSI ab 23.950 Euro: Skoda Super Combi

Kostet als Einstiegsversion 1.4 TSI ab 23.950 Euro: Skoda Super Combi

Passat-Technik zum günstigeren Preis, ohne dabei billig zu wirken: Das Flotten-Fachblatt Firmenauto bringt es auf den Punkt, wem der neue Skoda Superb Combi wohl am meisten Konkurrenz machen wird. Außer Ford, Mazda, Toyota, Opel und auch dem einen oder anderen Premium-Kombi aus Bayern oder Baden-Württemberg.

Skoda Superb: Der Riesenkombi greift an, Firmenauto

Richtig schwer dürfte der Skoda Superb Combi es aber dem fast 1.900 Euro teureren VW Passat Variant machen.

Zumal der Superb ja nichts anderes als Passat-Technik zum günstigeren Preis bietet. Ohne deshalb in irgendeiner Weise billiger zu wirken. Im Gegenteil – im Inneren erwartet die Passagiere ein wohlfeiles Ambiente mit weichen Kunststoffoberflächen, schicken Armaturen und – in den höheren Ausstattungsstufen – viel Chrom- oder Holzdekors.

    Schwarz oder dezent dunkel lackiert, macht
    er sich auch als Business-Kombi gut und dürfte
    sogar den einen oder anderen Audi- oder
    Mercedes-Fahrer zum Umsteigen bewegen

Noch ein größeres Aha-Erlebnis stellt sich ein, wenn man hinten Platz nimmt: So bequem kann man die Beine sonst nur in einer S-Klasse oder einem 7er BMW ausstrecken. Insofern eignet sich der Superb durchaus als bequemer Firmenwagen, wenn vier Mitarbeiter zusammen verreisen sollen.

Selbst bei einer mehrtägigen Reise kapituliert der Skoda nicht: 633 Liter fasst der Kofferraum, wenn man die Lehne nicht umlegt – auch dies ist weit mehr als bei der Konkurrenz. Wer allerdings schwere Kisten bunkert, muss sie über eine kleine Kante in den Laderaum wuchten.

Auch mit der Ladungssicherung nimmt es Skoda nicht so genau: Zwar kann man Koffer mit Hilfe von variablen Stangen, Netzen und Gurten sichern, doch Halterungen am Dachhimmel für ein Trennnetz sucht man vergebens. Zu den netten Details zählt das Schirmfach in der linken Tür oder die Kofferraumbeleuchtung, die sich auch als Taschenlampe verwenden lässt.

Dass Skoda die Vielfahrer als Kunden im Blick hat, zeigt sich bei der Fahrwerksabstimmung.

Der auf Wunsch mit Allradantrieb (plus 1.512 Euro) erhältliche Superb federt geschmeidig und lässt sich weder von Querrillen noch üblen Schlaglöchern aus der Ruhe bringen. Und wenn der Fahrer mal über die Stränge schlägt? Dann schiebt der 4,83 Meter lange Kombi gutmütig über die Vorderräder, bis ihn das ESP blitzschnell wieder auf Kurs bringt.

    Wind- und Abrollgeräusche sind praktisch
    nicht zu hören, was insofern gewöhnungsbedürftig ist, als der Fahrer kaum merkt, wie schnell er eigentlich unterwegs ist

Um flott vorwärts zu kommen, muss man übrigens nicht unbedingt zu den stärksten Motoren wie dem 3.6 V6 4×4 mit 260 PS (25.252 Euro) oder dem 170-PS-Diesel (23.740 Euro) greifen.

Bereits mit dem sehr laufruhigen 1.4 TSI (125 PS) ist der Kombi angemessen motorisiert und lässt sich angenehm niedertourig fahren. Dabei pendelt sich der Spritverbrauch um die neun Liter ein.

Nur am Berg oder beim plötzlichen Überholen ist trotz des hohen Drehmoments der geringe Hubraum spürbar. Souveräner unterwegs ist man allerdings mit dem ebenfalls aufgeladenen, 160 PS starken 1.8 TSI (21.975 Euro).

Käufer eines Firmenwagens greifen in der Regel aber eher zum 2.0 TDI mit 140 PS. Allerdings sollten sie mit dem Kauf noch ein wenig warten. Denn wenn im Januar 2010 die ersten Modelle bei den Händlern stehen, nagelt unter ihrer Haube noch der alte Pumpe-Düse-Diesel mit Euro 4.

Die Umstellung des 140-PS-Diesels auf Common-Rail-Technik und Euro 5 ist für Frühjahr 2010 geplant. Wer nicht warten will, muss den 170-PS-Diesel nehmen, am besten mit DSG-Automatik (1.680 Euro). Dafür bekommt er den in der Summe seiner Eigenschaften wohl ausgewogensten Superb Combi.

Achtung: Firmenauto nennt immer Nettopreise ohne Mehrwertsteuer, zu den angegebenen Preisen müssen also 19 Prozent hinzuaddiert werden

Weitere Beiträge auf AUTOTESTS online

  • Skoda Superb Combi: Das Luxusproblem (*******)
  • Skoda Superb Combi: Harte Konkurrenz (*****)
  • Auffrischung für Seat Leon und Altea (***)
  • Seat Ibiza Cupra: Ausblick auf den VW Polo GTI (***)
  • VW Golf R: Neu eingekleideter Audi S3? (***)
  • Mittelklasse-Diesel im Vergleich (***)
  • Mercedes E-Klasse: Der Fahrer wird rundum betreut (***)
  • Audi A5 Sportback: "Dreht schön, geht gut" (***)
  • Mercedes E 250 CDI T: Perfekter Kombi naht (***)
  • Peugeot 3008: Kompakt-Crossover (***)
  • Tags: Autotest · Fahrbericht · Neuvorstellung

    0 Antworten bis jetzt ↓

    Kommentar schreiben