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Selbst Supersportler bremsen mit ABS besser

28.03.2009 | 12:30 | Ein Beitrag von Eric Schmeer | Keine Kommentare

Setzt auf ABS bei Motorrädern: Honda

Setzt auf ABS bei Motorrädern: Honda

ABS? Nur für Weicheier. Die harten Motorradjungs wollen von solchen elektronischen Spielereien nichts wissen. Lieber mit blockierendem Vorderrad auf die Nase gelegt als solch neumodischem Zeugs vertrauen.

Aber auch die harten Jungs geraten so langsam in die Minderheit. Denn Motorradfahren ist zum Ü40-Vergnügen geworden, und die etwas gesetzteren Herren legen nicht nur auf Komfort, sondern auch auf Sicherheit wert.

Die Rechnung ist simpel, haben Untersuchungen deutscher Versicherer ergeben: Besser ist es, auf zwei Rädern in das Auto zu krachen, das einem die Vorfahrt genommen hat, als mit blockierendem Vorder- und abhebendem Hinterrad zu stürzen. Ein solcher Sturz verdoppelt nämlich die Wahrscheinlichkeit, diesen Unfall nicht zu überleben.

Honda hat nun seine Ankündigung weitgehend umgesetzt, von 2010 an alle Motorräder ab 250 Kubikzentimeter Hubraum nur noch mit ABS anzubieten, berichtet die Neue Zürcher Zeitung in einem Motorrad-Special. “Als erster Hersteller lanciert Honda ein ABS für Supersport-Motorräder”, schreibt die NZZ.

Einen massgebenden Beitrag zur Effizienz des neuen Supersport-ABS leistet zudem das sogenannte Honda-CBS (combined brake system), eine Vorrichtung, die die Vorder- und Hinterradbremsen verbindet. Bei einer Vollbremsung gibt das CBS für einen Sekundenbruchteil zuerst einen kurzen Impuls an die Hinterradbremse, bevor die Vorderradbremse voll zubeisst. Dadurch wird der Aufstellneigung des Hecks entgegengewirkt und das Fahrzeug stabilisiert. Wenn das Heck aber trotzdem in die Höhe steigen sollte (und damit einen Überschlag einleiten würde), moduliert das System automatisch den Druck auf die Vorderradbremse und verhindert dadurch den Abflug des Piloten. Im Gegensatz zu anderen Motorrad-ABS ist beim neuen Supersport-System von Honda im Regelbereich am Hand- und Fussbremshebel kein Pulsieren zu spüren. Die Druckmodulatoren arbeiten für Druckaufbau beziehungsweise -abbau mit der unglaublich schnellen Frequenz von drei Tausendstelsekunden.

Weitere Beiträge in dem Motorrad-Special pünktlich zum (kalendarischen) Frühjahrsbeginn:

“BMW forciert seine Grossoffensive noch weiter”
Eine 1000er-Supersportmaschine stiehlt der F 800 R die Schau

“Die Japaner starten mit vielen Neuheiten und eher wenig Optimismus”
–Innovative Technik, Zuverlässigkeit und tadellose Verarbeitung allein reichen nicht mehr aus

“Europas Hersteller wecken wieder die geheimsten Wünsche”
Vor allem die italienischen Marken drängen als Trendsetter machtvoll auf den Markt

“Der Schweizer Motorradmarkt will von einer Wirtschaftskrise nichts wissen”
Verhaltene Zuversicht unter den Importeuren und Händlern – Die Kundschaft sucht nach wie vor Teures und Feines

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  • Tags: Highway to Hell · Markt · Motorrad · Neuvorstellung · Technik

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