Eine prima Imagewerbung hat sich das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium ausgedacht. Nix mehr mit Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, sondern das neue Nordrhein-Westfalen, das die neuen Herausforderungen sucht und annimmt, ist die Kernbotschaft der Standortkampagne, die unter anderem in China, Japan und der Türkei für Investoren werben soll.

Michael Schumacher, Werbefigur der NRW-Standortkampagne
Insgesamt neun Millionen Euro kostet der Werbeauftritt für drei Jahre, gestaltet von der Düsseldorfer Agentur Scholz & Friends, und dafür darf man dann schon was erwarten. Das erste Anzeigenmotiv ziert der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, was Wirtschaftsminsterin Christa Thoben geradezu jubeln lässt:
„ Wir sind sehr stolz darauf, dass sich immer mehr Prominente aus Nordrhein-Westfalen zu unserem Land bekennen und uns ehrenamtlich bei der internationalen Anwerbung von Investoren unterstützen wollen. Michael Schumacher steht mit seiner Sportlichkeit und seiner Fairness für das neue, junge Nordrhein-Westfalen, das wir weltweit bekannt machen wollen.“
Dass der “typische Nordrhein-Westfale” (Kampagnentext) mit einem geschätzten Vermögen von knapp einer Milliarde Franken seit gut einem dutzend Jahren in der Schweiz lebt, stört die Macher der Kampage offenbar ebensowenig wie die Ministerin. Um so mehr aber den Spießer Alfons, Kolumnist des Werbefachblatts Horizont. Und der wettert ganz schön gegen den Steuerflüchtling: “Ein zweifelhaftes Vorbild”.













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