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Porsche Boxster S gegen Audi TT, Lotus & Co.

18.09.2009 | 18:54 | Ein Beitrag von Eric Schmeer | Keine Kommentare

Punktete besser als die sportlichen Konkurrenten: Porsche Boxster S

Punktete besser als die sportlichen Konkurrenten: Porsche Boxster S

Um es mal im Branchenjargon auszudrücken: Da haben die Jungs von auto motor und sport mal wieder so richtig die Kuh fliegen lassen. Porsche Boxster S, Audi TT RS Roadster und Lotus Exige Cup 260 wurden über den Hockheimring gequält, genauso wie Ford Focus RS, VW Golf GTI und das Mini John Cooper Works Cabrio. Beim Handlingvergleich der sechs Autos, die zwischen 210 und 340 PS leisten, muss es heiß hergegangen sein. Dafür sprechen Überschriften wie “Mini Cooper S Works Cabrio führt einen Lastwechsel-Tanz auf” oder “Porsche Boxster S im endlosen Drift”.

Sechs kompakte Sportler im Handlingvergleich, auto motor und sport

1. Porsche Boxster S, 218 Punkte*
Zwar ist der Porsche Boxster S in Hockenheim nur Zweitschnellster und übersteuert beim Nasshandling mit seinen Bridgestone-Reifen; das lähmt. Doch den Sieg holt er mit dem explosiven Motor, der perfekten Lenkung, dem gutmütigen und trotzdem messerscharfen Fahrverhalten sowie der nicht tot zu kriegenden Bremse – und der besten Rückmeldung im Feld.

2. Audi TT RS Roadster, 204 Punkte
Dass er vorne mitfahren würde, war klar. Doch der zweite Platz überrascht. Sein enorm anschiebender Turbo-Fünfzylinder katapultiert den Audi TT RS verlustfrei durch den Nässe-Parcours und leicht dosierbar durch Hockenheims Kurven-Geschlängel. Der frontlastige Allradantrieb macht ihn aber etwas emotionslos.

3. Lotus Exige Cup 260, 191 Punkte
Nur Platz drei. Der Kurvenstar ist zu monothematisch, um diesen Handling-Vergleich zu gewinnen. Mit seinen Sportreifen setzt er alle Karten auf Hockenheim, benötigt für Rundenrekorde aber einen mutigen Könner mit kräftigen Armen am Lenkrad. Die Ergonomie des Miniatur-Rennwagens sperrt Großgewachsene aus.

4. Ford Focus RS, 187 Punkte
Knapp der beste unter den Fronttrieblern und dran am Lotus Exige Cup. Der Spoiler-Ornat ist keine leere Versprechung, sondern Hinweis auf die Track-Tauglichkeit. Trotz straffer Abstimmung wankt der Aufbau in Kurven stark, was die Agilität behindert. Durch die Nässe pflügt der Ford Focus RS unerwartet traktionsstark. Sein Motor ist zu durstig.

5. VW Golf GTI, 185 Punkte
Der Schwächste und Günstigste in der Runde hält erstaunlich gut mit, seine Rundenzeiten können sich sehen lassen – und sie sind ohne Lenkrad-Artistik zu erreichen. Wer ein verzeihendes Übungsauto sucht, ist hier richtig. Spaß macht der VW Golf GTI nicht nur auf der Rennstrecke, sondern uneingeschränkt. Nach wie vor.

6. Mini John Cooper Works Cabrio, 179 Punkte
Der Mini John Cooper Works wird Letzter, dabei hat er sich so viel vorgenommen. Doch das Einlenkverhalten ist zu spitz, das Fahrwerk zu nervös, die elektronische Differenzialsperre greift zu abrupt ein, und Leistungseinsatz zerrt in der Lenkung. Aber der kleine Vierzylinder schiebt prächtig an und hat einen Ton wie kaum ein zweiter.

* von 250 möglichen Punkten

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