Die Seite für alle, die gern Auto fahren

AUTOTESTS online header image 2

Maschendrahtzaun hält Marder vom Auto fern

08.06.2009 | 17:13 | Ein Beitrag von Eric Schmeer | Keine Kommentare

Wenn der Steinmarder Konkurrenz in seinem Revier wittert, kann es für betroffene Autofahrer ganz schnell teuer werden: Folgeschäden durch zerbissene Kabel oder Manschetten der Antriebswellen gehen leicht in vierstellige Höhe. Neben Hightech-Geräten bietet sich ein billiges Hausmittel an, das possierliche Raubtier vom Motorraum seines Autos fernzuhalten.

Allerdings sind das weniger müffelnde Socken, Hundehaare oder WC-Steine, die genervte Autobesitzer unter der Motorhaube anbringen, um den Marder zum Umzug zu bewegen.

“Was wirklich hilft gegen den Marderangriff”, Die Welt

„Unsere Tests haben ergeben, dass diese Maßnahmen allesamt nicht wirken“, erklärt Beate Ludwig. Als die wirksamsten Mittel haben sich in Testreihen des Arbeitskreises Wildbiologie Elektroschockgeräte als Marderschreck erwiesen, die mit metallischen Kontaktplättchen unter Hochspannung arbeiten (Weidezaunprinzip). Die Geräte kosten ab etwa 100 Euro und werden an möglichen Marder-Einstiegsstellen angebracht.
Die zahlreich ab etwa 40 Euro angebotenen Ultraschallgeräte, welche die Marder durch hochfrequente Töne verjagen sollen, kann Beate Ludwig nicht uneingeschränkt empfehlen: „Manchmal schreckt es die Tiere ab, manchmal leider nicht – das ist im Vorfeld schwer zu sagen.“
Neben den Nachrüstmöglichkeiten zum Marderschutz bietet etwa VW eine Lösung ab Werk an. Für verschiedene Modelle ist gegen rund 200 Euro Aufpreis eine Marderschutzvorrichtung erhältlich, die das Eindringen des Tieres in den Motorraum auf rein mechanische Weise verhindert. In den vorderen Radhauskästen werden dafür je zwei Bürstenvorhänge im Bereich des Lenkgestänges und der Gelenkwellen angebracht. Ein Lochblech verhindert zusätzlich das Eindringen des Marders im Bereich der Abgasanlage.
Als günstigste Möglichkeit Marder zumindest eine Zeit lang vom Auto fernzuhalten, hat sich in den Tests des Arbeitskreises Wildbiologie ein großes Stück Maschendraht herausgestellt, das möglichst uneben den Boden unter dem Motorraum bedecken soll. „Hier muss der von Natur aus vorsichtige Marder auch noch über den unbekannten Gegenstand laufen, wenn er in den Motorraum einsteigen will“, sagt Ludwig. „Das mögen die Tiere gar nicht.“

Weitere Beiträge auf AUTOTESTS online

  • Teure Marder: Welche Police zahlt? (*******)
  • Rotstift zu Lasten der Unfallopfer (***)
  • KH 15, TK 16, VK 17* (*)
  • Cabrio: Die richtige Versicherung (*)
  • Autokauf: Der Rabatt bleibt beim alten Besitzer (*)
  • Und der Versicherungsschutz ist weg (*)
  • Auto-Versicherung von Tchibo kein Schnäppchen (*)
  • Versicherung: ADAC Eco-Tarif kein Schnäppchen (*)
  • Autoversicherung: Dreh an der Preisschraube (*)
  • H7FX5A3 (*)
  • Tags: Geld · Highway to Hell · Ratgeber · Verkehrssicherheit · Versicherung · Zubehör

    0 Antworten bis jetzt ↓

    Kommentar schreiben