Denn nur zugelassene Reifengrößen dürfen am Auto gefahren werden. Der Blick in die Fahrzeugpapiere hilft dabei jedoch nur noch bedingt weiter.
Fein raus sind Autobesitzer, die für ihr Auto noch einen alten Fahrzeugschein haben: Dort sind nämlich alle zugelassenen Reifengrößen und Felgenbreiten aufgelistet.
Anders bei den neuen Papieren (Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2), die seit Oktober 2005 für alle Neuwagen und bei jeder Ummeldung auch für ältere Fahrzeuge ausgegeben werden.
Eine einzige Größe steht noch in diesen Papieren – und dabei ist nicht einmal gesagt, ob diese tatsächlich auch montiert ist. Angaben über die zugelassenen Reifengrößen finden sich jedoch in der Bedienungsanleitung des Autos oder in der Tankklappe.
Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich von seiner Werkstatt oder dem Reifenhändler beraten. Auch ein Anruf bei der nächsten Prüfstelle des TÜV Rheinland hilft weiter. Die Prüfer haben nämlich die zugelassen Rad-Reifenkombinationen in ihrer Datenbank gespeichert.
Vor dem Reifenkauf sollten Fahrzeughalter in dieser Frage pingelig sein. Wer Reifen montiert, die für das Auto nicht zugelassen sind, bringt die Allgemeine Betriebserlaubnis für das gesamte Auto zum Erlöschen und verliert seinen Versicherungsschutz. Das wird spätestens dann zu einem überhaupt nicht mehr witzigen teuren Spaß, wenn ein Unfall passiert und die Kaskoversicherung den Schaden nicht übernimmt.
Mit Sondergenehmigung sind übrigens für viele Autos auch andere Reifen- und Felgenkombinationen erlaubt. Sie müssen aber in die Papiere eingetragen werden und mit einem Gutachten ausgestattet sein. Vor der Umrüstung empfiehlt sich daher ein Beratungsgespräch beim Reifenhändler, in der Autowerkstatt oder eine Anfrage bei einer Prüforganisation wie TÜV, Dekra oder GTÜ.
Auch die Käufer eines gebrauchten Autos sollten mit einem prüfenden Blick vergleichen, ob tatsächlich die richtigen Räder auf ihrem Wunschmobil montiert sind. Denn gibt’s Ärger bei der nächsten Hauptuntersuchung oder einer Verkehrskontrolle, interessiert es überhaupt nicht mehr, wer die falschen Räder montiert hat.
Der aktuelle Fahrer und Halter ist auf jeden Fall mit einem Bußgeldbescheid und drei Punkten in Flensburg dabei.
Die wichtigsten Eigenschaften eines Reifens kann man von seiner Flanke ablesen – wenn man es versteht, die kryptischen Zahlen-und Ziffernkombinationen zu entschlüsseln. Mehr dazu hier
Foto: TWB














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