Das Ende von Saab: Die Letzten ihrer Art, ZEIT online
Ich war Student, ich mochte Autos und wollte anders sein als andere. Ausprobiert hatte ich Einiges, vom Honda bis zum Mercedes. Letztlich aber kam für mich nur eine Automarke in Frage: Saab. Zwei von den alten Neunhundertern fuhr ich in den folgenden Jahren und war glücklich mit ihnen. Sie soffen und qualmten und röhrten, aber damals war das noch kein solches Problem, zumindest nicht für die automobile Umwelt.
Für mich eigentlich schon: Sie fraßen mir die Haare vom Kopf. Bei einem Verbrauch von zehn bis zwölf Litern Superbenzin reichten zwanzig Mark nicht lange. War mal wieder ein Radlager oder ein Stoßdämpfer kaputt, musste ich mir einen weiteren Nebenjob suchen. Beim Vertragshändler war eine Reparatur unerschwinglich. Ich fuhr zu einem Hinterhofschrauber, dessen Werkstatt eine Scheune in einem Kaff ziemlich weit außerhalb war. Die halbe örtliche Saab-Szene traf sich bei ihm, er galt als Zauberer, als jemand, der diese eigenwilligen Autos liebte und verstand. So wie wir.
Er ging trotzdem irgendwann Pleite. Und passte damit ganz erstaunlich zu diesem Auto. Cool zu sein, genügt eben nicht.














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