Der neue Kompakte im Einzeltest , auto motor und sport
Neben der zukünftigen trägt der Cruze auch bekannte Opel-Technik unter dem Blech. GM-Powertec bestraft ihn mit dem 1,6-Liter-Benziner aus dem aktuellen Astra – ein Triebwerk von vollendeter Lethargie. So etwas wie Durchzugskraft hat das 113-PS-Ecotec-Triebwerk nicht wirklich, dafür krawallt es bei hohen Drehzahlen umso lauter. Bergauf zieht ihm mancher Kleinwagen davon, was auch an der langen Übersetzung des leichtgängigen, aber schlecht geführten Fünfganggetriebes liegt. Für die ambitionslosen Fahrleistungen verlangt der Vierventiler im Testmittel stramme 9,8 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer.
Zu wenig Motor für den Cruze, der eine ziemliche Menge Auto ist. Mit 1,4 Tonnen Gewicht und 4,60 Meter Länge strebt er in die Mittelklasse, beim Preis dagegen liegt er an der Untergrenze der Kompakten. Der 14.990 Euro teuren Basis mit ESP, sechs Airbags und Radio/CD fehlt nur die Klimaanlage für 600 Euro – auf das bisschen Glitter des 2.200 Euro teureren LS lässt sich gut verzichten.
Der Cruze ist ein solides, geräumiges und preiswertes Auto für bravere Zeiten
Die größten Vorteile des Cruze gibt es ohnehin unabhängig von der Ausstattung: Fünf Passagiere bringt er großzügiger unter als etwa eine Mercedes C-Klasse, die ein ähnliches Format hat. Allerdings fehlt es der Rückbank an Kontur und den bequemen Vordersitzen an einer feinrastigen Lehnenverstellung.
Das Cockpit macht das Beste aus seiner Vorliebe für kratzempfindliches Hartplastik, rüscht sich mit einer feschen Instrumentengrafik, etwas Möglicherweise-Leder, viel Keinesfalls-Alu und dünnem Polster an den Armauflagen auf. Alles ist leicht zu bedienen und solide verarbeitet.














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