
BMW C1: Roller mit Kultstatus
Dabei hat der C1 eine Menge für sich: Das Dach schützt gegen Wetterkapriolen, die ausgeklügelte Crash-Konstruktion macht den C1 zum sichersten Zweirad, vor allem bei Frontalzusammenstößen mit abbiegenden Autos. Weil sich der Fahrer anschnallen muss und damit im Sicherheitskäfig fixiert ist, braucht er keinen Helm zu tragen – nicht das schlechteste Argument für ein Zweirad, mit dem man eben mal in die Stadt fahren will, ohne anschließend beim Friseur die Haare komplett neu richten zu lassen.
Angeboten wurde der C1 in zwei Motorvarianten: Als 125er mit 15 PS oder als C1 200 (allerdings nur 176 Kubik Hubraum) mit 18 PS. Vorteil des kleineren Modells: Nicht nur Steuer und Versicherung sind extrem günstig, sondern auch Besitzer des alten Autoführerscheins Klasse 3 (vor April 1980) können den Roller fahren. Wer seinen Führerschein noch nicht so lange hat, muss für den C1 den Motorradführerschein vorweisen.
Mittlerweile haben sich die Gebrauchtpreise bei weniger als der Hälfte des Neupreises eingependelt, guterhaltene Modelle gibt es auch beim Händler schon ab gut 2500 Euro. Was der Käufer mit erwirbt: Den Kultstatus, den der Roller inzwischen hat, und den hohen Aufmerksamkeitswert. Wer C1 fährt, fällt auf. Nur 15100 Fahrzeuge, davon knapp 4000 200er, sind in Deutschland zugelassen.
Roller aus erster oder zweiter Hand wurden meist sehr gut gepflegt (Inspektion alle 7500 Kilometer), die Bremsanlage gilt als sehr standfest. Modelle mit ABS sind vorzuziehen, denn damit lässt sich das immerhin 180 Kilogramm schwere Gefährt sehr sicher und spurtreu bremsen. Ob ABS funktioniert, lässt sich am leichten Vibrieren des Bremshebels während einer Vollbremsung erkennen. Einen kritischen Blick verdienen die Reifen, denn gerade in der Anfangszeit beklagten C1-Besitzer den schnellen Verschleiß des hinteren Pneus. Ansonsten gilt die Technik des C1 als wenig anfällig, und weil er in erster Linie als Stadtmobil läuft, sind die Kilometerleistungen der angebotenen Fahrzeuge nicht sehr hoch.













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