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BMW 530d GT: Parken wie ein Jumbo-Jet

04.02.2010 | 15:00 | Ein Beitrag von Klaus Justen | Keine Kommentare

Wie parkt sich eine Boeing 747? Das möchte man zuallererst wissen, und vor allem, wer von den Testern von auto motor und sport schon mal einen Jumbo-Jet rückwärts eingeparkt hat, um den Vergleich mit den Einparkfähigkeiten des BMW 530d GT ziehen zu können.

Hoch aufragendes Heck, Radstand wie ein Siebener: BMW 5er Gran Turismo

Hoch aufragendes Heck, das nicht der Übersicht dient: BMW 5er Gran Turismo



Ansonsten zeigt sich das Fachmagazin schwer begeistert vom Reihensechszylinder-Diesel – und erschüttert darüber, wie man ein Auto der Kategorie 50.000 Euro plus mit gezielter Shopping-Tour durch die Ausstattungsliste um weitere 28.000 Euro teurer machen kann.

Im Autotest
BMW 530d Gran Turismo, Sechszylinder-Turbodiesel, Achtstufenautomatik, 245 PS, maximales Drehmoment 540 Newtonmeter, Euro 5, Normverbrauch 6,8 l/100 km, CO2-Ausstoß 180 g/km, Testverbrauch 9,8 l/100 km, Grundpreis 55.200 Euro, Testwagenpreis 83.840 Euro

Der BMW 530d GT im Test, auto motor und sport

Zuerst fordert die Karosse, so breit wie der BMW 7er, Konzentration – vor allem in schmalen Autobahn-Baustellen. Größter Nachteil des BMW 5er GT: die überragend schlechte Übersicht nach hinten – eine Boeing 747 lässt sich kaum schwieriger rückwärts einparken.

Innen zeigt sich, was es mit dem von BMW mit viel Engagement angetrailerten “raumfunktionalen Konzept” auf sich hat: asymmetrisch umklapp-, neigungsverstell- und längs verschiebbare Rücksitze – nichts also, was ein Citroën C3 Picasso prinzipiell nicht auch könnte. Viel wichtiger ist aber, wie hervorragend man im BMW GT-Fond zu zweit reist, auf hochbequemen Polstern und mit enorm viel Beinfreiheit.

Gegen den sachten Fahrwind flüstert der hochkultivierte Motor an – wie im 7er die neue Generation der Common-Rail-Maschine. Sie leistet mit 540 Nm 140 mehr als der 500 Euro teurere und 61 PS stärkere Benziner im 535i GT – der andere Sechszylinder-GT.

Die Kraft wogt sanft und leise auf die Achtgangautomatik, die sie ruckfrei und punktgenau portioniert. Jeder manuelle Eingriff erübrigt sich, wobei es ohnehin schnell ermüdet, sich durch die acht Stufen zu flippern.

Unterschiede zum Benziner in den Fahrleistungen? Sie summieren sich auf ein paar unerhebliche km/h und Sekundenbruchteile: 0,3 Sekunden beim Spurt von null auf 100 km/h und zehn km/h in der Vmax. Im Schnitt verbraucht der Selbstzünder 9,8 L/100 km und damit drei weniger als der Benziner. Wenn viertüriger Schrägheck-GT, dann 530d. Ganz in echt.

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